AV-Medien: Unterschied zwischen den Versionen

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=AV-Medien=
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==Zusammenfasung==
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===Allgemeines===
'''Allgemeines'''


Definition: Audivisuelle Medien sind Ton- und Bildträger, welche erlauben, ein Ereignis in Bild und Ton zu erfassen und direkt oder später über einen Zwischenspeicher wiederzugeben.
Definition: Audivisuelle Medien sind Ton- und Bildträger, welche erlauben, ein Ereignis in Bild und Ton zu erfassen und direkt oder später über einen Zwischenspeicher wiederzugeben.
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'''Die Produktion von AV-Medien'''
===Die Produktion von AV-Medien===


Partnersuche/Verantwortlichkeiten
Partnersuche/Verantwortlichkeiten
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* Endabnahme; O.K. zur Kopie (ähnlich dem Gut zum Druck)
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'''Wissenswertes'''
===Wissenswertes===


Richtpreise für AV-Präsentationen
Richtpreise für AV-Präsentationen

Aktuelle Version vom 8. Januar 2015, 19:24 Uhr

AV-Medien

Zusammenfasung

Allgemeines

Definition: Audivisuelle Medien sind Ton- und Bildträger, welche erlauben, ein Ereignis in Bild und Ton zu erfassen und direkt oder später über einen Zwischenspeicher wiederzugeben.

AV-Medien sprechen demnach gleichzeitig Hör- und Sehorgane an. Durch diese „doppelte“ Wahrnehmung ist der Erinnerungswert extrem hoch. AV-Medien eignen sich speziell überall dort, wo Menschen auf emotionale Art und Weise angesprochen werden müssen.

Sie bestehen immer aus Hardware (technische Aufnahme und Wiedergabegeräte wie Videokamera und Videorecorder) und Software (die Information auf einem Träger wie z.B. die auf Videocasette gebannte Handlung eines Films).

Grundsätzlich kann jedes AV-Medium in jedes andere AV-Medium umkopiert werden (macht aber bestimmt nicht immer Sinn).

Verschiedene Audiovisuelle Mittel:

Die Tonbildschau

Es werden einzelne Diapositive auf eine Leinwand projiziert. Dazu wird Musik und Kommentar abgespielt. Bildeffekte und Überblendungen sind nicht möglich, da nur eine Lichtquelle vorhanden ist. Eignet sich nur für Bilder mit Motiven, welche sich nicht bewegen. Einsatzgebiete: Firmenporträts, Konferenzen, Produktepräsentationen

(Kein AV-Medium ist das Kinodia. Es handelt sich um ein einzelnes Dia, das zu Werbezwecken gezeigt wird. Es ist nicht vertont)

Die Multivisionsschau

Hier sind mehrere Projektoren parallel in Betrieb. Jeder Projektor projiziert nur noch einen Bildteil. So können Grafiken integriert werden. Die Bildqualität ist hervorragend. Die Hardware ist jedoch nur bedingt transportierbar und der Produktionspreis ist hoch. Die häufigsten Anwendungsgebiete sind Schauräume oder Besucherräume bei Firmen und Institutionen (z.B. Museen)


Projektionen und Monitore

Frontprojektion: Der Projektor steht auf der gleichen Seite wie die Zuschauer und projiziert das Bild über deren Köpfe hinweg. Der Raum muss abgedunkelt sein.

Rückprojektion: Der Projektor steht auf der hinteren Seite einer lichtdurchlässigen Leinwand. Das Bild wird von hinten auf die Leinwand projiziert. Der Raum muss nicht komplett abgedunkelt werden und die Zuschauer können sich frei bewegen, ohne den Lichtstrahl des Projektors zu stören. Das Bild ist jedoch tendenziell eher schlechter.


Film

Ist die fotografische Technik zur Aufzeichnung von Bild und Ton. Pro Sekunde werden 24 Bilder (Bildfrequenz) hintereinander abgespielt. Damit wirkt der Ablauf für das Auge bewegt. Film hat eine sehr gute Bildqualität und einen hohen Kontrastumfang (bessere Farbigkeit, Schärfe und schönere Schwarzwerte als Video). Bei internationaler Anwendung entstehen keine Kompatibilitätsprobleme, da Filme international genormt sind. Filmen ist jedoch teuer (Ist oftmals schon bei der Produktion spürbar – da Filmmaterial massiv teuer als Videomaterial). Einsatzgebiete: Kinowerbung, Spielfilme…

Ton

Der Ton wird separat aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt auf den Film übertragen. Dazu gibt es die Möglichkeit eines Magnetton (Ein Magnetband mit den Tonaufnahmen wird seitlich neben die Bilder geklebt; diese Art eignet sich nicht für eine grosse Anzahl Kopien) oder eines Lichtton (Der Ton wird als Lichtspur neben die Bilder aufgetragen (Binärsystem). Dies geschieht im gleichen Arbeitsgang in dem der ganze Film kopiert wird und eignet sich daher für eine grosse Anzahl Kopien).

Formate

Im professionellen Bereich wird heute weltweit 35mm-Filmmaterial verwendet. Kostengünstiger sind die Formate 16mm und Super 16mm (für Aufzeichnungen ohne Ton), welche auch ihren festen Platz in der Filmindustrie haben.


Video

Ist die elektronische Technik zur Aufzeichnung von Bild und Ton. Die optischen und akustischen Signale werden durch einen Chip in elektronische Signale umgewandelt und vom Videokopf auf Magnetband aufgezeichnet. Ton und Bild werden also gleichzeitig aufgezeichnet. Das Videoband kann (im Gegensatz zum Film) unmittelbar nach der Aufzeichnung bereits angeschaut werden. Die Kosten für Videoaufnahmen sind tiefer als für Filmaufnahmen. Die Qualität ist jedoch meist schlechter (Kontrastumfang, Farben, Look). Einsatzgebiete: Fernsehfilme, TV-Spots, Industriefilme, Imagefilme, Schulungsfilme….

Formate:

Es wird zwischen Standart Definition SD und High Definition HD unterschieden.

Grundsätzlich gilt es die Videoformate in professionelle, semiprofessionelle und Homevideoformaten einzuteilen.

Im professionellen Bereich sind folgende geläufig:


Standart Definition High Definition
Digital Beta Cam

Sony IMX

Beta SX

DVC Pro 50

(weitere Formate auf S. 8 Script)

HD Cam

DVC Pro HD

XD Cam HD

HDV

Die „Digitalkameras der neuen Generation“ wie z.B. die RedOne erzielen ähnlich gute Ergebnisse wie Filmkameras.


Fernsehen

Das Fernsehen arbeitet mit Video. Die Videoaufnahmen werden entweder direkt oder ab Magnetband ausgestrahlt.

Interaktive Medien

Als interaktive Medien bezeichnen wir Medien, bei denen der Benutzer den Fortlauf selber bestimmen kann. Er hat die Möglichkeit, entweder das Programm von A bis Z durchzuschauen, oder aber er wählt einen anderen Verlauf des Programms. Dies erfordert, dass der Datenträger kein Band (linear) mehr ist, sondern ein nonlinearer Datenträger. Interaktive Medien sind Distributionsmedien (keine Produktionsmedien).


CD-ROM

Ist zurzeit der verbreitetste Datenträger für interaktive Anwendungen. Sie kommt im Computerbereich zum Einsatz (Programme, Spiele, Nachschlagewerke). CD’s werden ab einer Stückzahl von ca. 100 Stk. gepresst.

DVD

Ist der ideale Bilddatenträger. Hat eine enorme Speicherkapazität.

Es wird eine Menüstruktur aufgebaut (Authoring), in dem der Betrachter wählen kann, welche Filmsequenz er betrachten will.

Zur Serienherstellung von DVDs (ab ca. 250 Stk.) wird ein Glasmater hergestellt, mit welchem die DVDs anschliessend gepresst werden. Bei kleineren Mengen werden die DVDs gebrannt.

Blu-ray

Blu-ray-discs sind die Distributionsmedien, welche die DVD ablösen. Mit viel schnellerer Datentransferrate und massiv höherem Speichervermögen sind diese Discs nun auch für HD-Formate geeignet.

Multimedia

Als Multimedia-Schau bezeichnet man eine Präsentation, die verschiedene synchron gesteuerte Medien einschliesst. Z.B. kann es sich dabei um eine Kombination von Film und Multivision in Verbindung mit Effektprojektoren, Licht- und Beleuchtungseffekte handeln (bekannt aus Discos). Die Steuerung erfolgt meist über Computer. Multimedia-Schauen sind in der Regel nur für grössere Anlässe oder stationären Einsatz geeignet.


Medienverbund

Beinhaltet mehrere verschiedene Medien um ein Informations- oder Lernziel zu erreichen. Z. B. eine Firmenpräsentation besteht aus einem Video, einer Broschüre und einem Faltblatt mit den aktuellen Kennzahlen. Die verschiedenen Medien müssen inhaltlich und gestalterisch aufeinander abgestimmt sein.


Die Produktion von AV-Medien

Partnersuche/Verantwortlichkeiten

Grundlage ist ein Partnerschafliches Verhältnis zwischen Auftraggebenden und Produzenten. Der Produzent ist für eine wirkungsvolle Dramaturgie, die mediengerechte Umsetzung und für die Produktionsabläufe zuständig. Er gewährleistet die Qualität des AV-Produkts und berät den Auftraggeber bezüglich Tonalität, Handlung und Einsatzmöglichkeiten. Der Auftraggeber ist für den Inhalt und für die sachliche Richtigkeit zuständig.

Möglichkeiten einen guten Partner zu finden:

-bei Bekannten, welche bereits AV-Produktionen realisiert haben, Referenzen einholen

-potenzielle Partner anfragen und ein Showreel (Demonstrationskasette) anfordern

-Konkurrenzpräsentation machen (je nach Aufwand jedoch kostenpflichtig!)


Phase 1: Vorproduktion (preproduction)

  • Wahl des richtigen AV-Mediums (Faktoren wie Art der Inhalte, Anforderungen durch die Zielsetzung, Zielpublikum und dessen Erreichbarkeit, Budget etc. beeinflussen die Entscheidung)
  • Einbezug einer PR-Agentur ja oder nein?
  • Briefing (Der Auftraggeber erstellt für die Agentur und/oder für die Produktionsfirma das Briefing. Es beinhaltet folgende Informationen: Ausgangssituation, Einsatzzweck, Gründe für die Wahl eines AV-Mittels, Verfügbare oder geplante Hardware zur Wiedergabe, evtl. geplante Distributionsmedien, Ziele, Zielgruppen, Anforderungen an Machart und Stil, Länge des Endprodukt, Budgetrahmen, Termine, Verantwortlichkeiten
  • Die PR-Agentur oder Produktionsfirma erstellt ein schriftliches Exposé (Konzept) mit einer kurzen Wiederholung des Briefing, Ideenskizzen, Lösungsansätzen und Richtbudget
  • Nach Genehmigung des Exposés entsteht nun das detailliertere Treatment. Es beschreibt einzelne Sequenzen mit Zeitangaben und Ton- und Sprachelementen. Das Treatment ist Grundlage für den definitiven Vertrag.
  • Produktionsvertrag (Werkvertrag) wird erstellt (Punkte wie Rechte, Abgeltung der Musikrechte, Budget, Versicherung und Haftung, Ablieferungstermine, Zahlungsbedingungen werden geregelt)
  • Sobald der Vertrag abgeschlossen ist, entsteht aus dem Treatment das Drehbuch. Das Drehbuch ist aufgegliedert in Sequenzen, Szenen und Einstellungen. Es ist die präzise Beschreibung der Handlung, der genauen Dialoge und jeder einzelnen Kameraeinstellung. (Es gibt AV-Medien, bei denen eine Weiterentwicklung des Treatments nicht notwendig ist und bereits das Treatment als Drehgrundlage dient, z.B. einfachere Industriefilme). Um ein Drehbuch noch zu präzisieren, kann ein Storyboard angefertigt werden. Hier sind nun die im Drehbuch beschriebenen Bilder und Kameraeinstellungen zum ersten Mal visualisiert (gezeichnet).
  • Vorbereitungen: Darsteller, Drehorte und Sprecher werden gesucht. Bei Aussendrehs müssen Drehbewilligungen eingeholt werden.
  • ppm (pre production meeting): Kurz vor Drehbeginn treffen sich Kunde, Agentur und Produzent beim ppm. Hier wird der Startschuss gegeben, hier werden sämtliche Details nochmals angeschaut, festgelegt und Unklarheiten beseitigt (Z.B. Darsteller, Locations, Styling, Kleider, Musik….) Alle am ppm gefällten Entscheide sind verbindlich, deshalb sollten alle Personen mit Entscheidungsgewalt dabei sein. Vom ppm wird ein Protokoll verfasst und von beiden Seiten unterzeichnet.
  • Nach dem ppm werden die Darsteller, Techniker und Locations definitv gebucht, Verträge und Versicherungen abgeschlossen, Drehpläne (Dispo) erstellt etc.  alle müssen wissen „Wer ist wann wo und tut was“

Phase 2: Produktion (production)

  • Dreharbeiten: sie sind teuer und finden häufig unter Zeitdruck statt. Am Drehtag muss zwingend alles wie geplant ablaufen. Z.B. könnte es sich kein Filmproduzent leisten, wegen eines fehlenden Requisits auf dem Set warten zu müssen. Der Kunde ist Fachberater im Hintergrund.
  • Auch zur Bildproduktion gehören die Computergrafik und die Animation. Diese Produktion findet am Spezialcomputer statt. Es ist mit Kosten bis zu Fr. 10'000.--/Tag zu rechnen.
  • Tonaufnahmen: schon bei der Locationsuche muss darauf geachtet werden, dass Originalton aufgezeichnet werden kann (keine Flughäfen, Baustellen..). Diese Originaltonaufnahmen dienen als Führungston (nicht sendefähige Qualität) und erleichtern die späteren Synchronisierungsarbeiten.

Hört man eine Stimme nur, sieht den Sprecher aber nicht, ist die Stimme im off. Sieht man den Sprecher und hört dazu seine Stimme, ist die Stimme im on. (Over-voice: Der ursprüngliche Sprecher ist in seiner Sprache im Hintergrund leise zu hören. Darüber, lauter, die Over-voice-Stimme meist in einer anderen Sprache). Jeder Ort hat eine ganz besondere Geräuschambiance. Der Tonmeister nimmt unmittelbar nach dem Dreh eine „Ambi“ (also diese Geräuscheambiance) auf. Falls ein störendes Geräusch im Originalton aufgetreten ist, kann dies nachträglich durch die Ambi ersetzt werden.


Phase 3: Nachbearbeitung, Endfertigung (postproduction)

  • Film- und Videoschnitt sind ähnlich und trotzdem nicht gleich. In der Regel wird beim Produktionsmedium Film das entwickelte Rohmaterial von einer speziellen Maschine auf digitales Videoband übertragen. Die Bilddaten auf dem Videoband werden nun genau gleich weiterverarbeitet, wie wenn das Original auf Video aufgezeichnet worden wäre. Erst nach erfolgtem digitalen Schnitt wird das Videomaterial zusammen mit dem Ton zurück auf Film kopiert. Diese erste Fassung ist die Nullkopie.
  • Der Rohschnitt wird an der Rohschnittabnahme durch den Auftraggeber abgenommen
  • Im Feinschnitt wird der Film nochmals durchgeschaut, eventuelle Schnittfehler und andere Unsauberkeiten werden entfernt. Nach beendigtem Schnitt werden Titel, Grafiken und Animationen eingefügt. Nun beginnt die Bildveredelung, das Compositing. Gewisse Farben werden verstärkt oder zurückgenommen, Kontraste verschtärkt oder andere Effekte eingefügt.
  • Die Tonaufnahmen werden digitalisiert und auf dem digitalen Schnittplatz synchron über die Bilder gelegt. (Beim Video werden Bild + Ton gleichzeitig digitalisiert, da sie auf dem gleichen Magnetband aufgezeichnet sind
  • Die Musik wird an den gewünschten Stellen über das Bild gelegt
  • Im Tonstudio werden Off-Kommentare und lippensynchrone Texte aufgenommen. Hier ist es wichtig das man mit professionellen Sprechern arbeitet.
  • Schliesslich wird aus Originalton, Off-Kommentar, Musik und Geräuschen eine Tonmischung angelegt. Diese fertige Tonmischung wird schliesslich auf das Masterband synchron zum Bild aufgespielt.
  • Sollen aus demselben AV-Produkt mehrere Sprachversionen entstehen, muss unbedingt ein IT-Band hergestellt werden. Das IT-Band ist eine fixfertige Abmischung sämtlicher Originaltöne, Geräusche und Musik, OHNE gesprochene Sprache. Will man nun eine Sprachversion anfertigen, braucht man nur noch den Kommentar in der gewünschten Sprache mit dem IT-Band abzumischen und die fertige neue Sprachversion auf ein Masterband aufzuspielen.
  • Endabnahme; O.K. zur Kopie (ähnlich dem Gut zum Druck)

Wissenswertes

Richtpreise für AV-Präsentationen

(Kosten sind jedoch schwierig anzugeben und schnellen mit wachsenden Kundenwünschen wie berühmte Darsteller, bekannter Kameramann, tolle Locations etc. schnell in die Höhe.)

In der Regel sind die Musikrechte (Suisa) und die Produktion von DVDs oder anderen Kopien im normalen Produktionsbudget nicht inbegriffen.


Für ein ca. 10-minütiges Programm in drei Sprachversionen:


Tonbildschau

Kleiner Aufwand

Grosser Auwand

Fr. 40'000.-- bis 60'000.—

Fr. 70'000.-- bis 100'000.— o.m.

Multivision

Kleiner Aufwand

Grosser Auwand

Fr. 60'000.-- bis 100'000.—

Fr. 100'000.-- bis 150'000.— o.m.

Videofilm

Kleiner Aufwand

Mittlerer Aufwand

Grosser Auwand

Fr. 30'000.-- bis 80'000.—

Fr. 60'000.—bis 120'000.—

ab Fr. 120'000.­­—

16-mm-Film Fr. 80'000.—bis Fr. 200'000.— o.m
35-mm-Film Fr. 150'000.—bis Fr. 300'000.— o.m
Werbespot d/f/i

Kleiner Aufwand

Mittlerer Aufwand

Grosser Auwand

Fr. 40'000.-- bis 60'000.—

Fr. 70'000.— bis 150'000.—

ab Fr. 150'000.­­—

Das Sendebudget im Fernseh/Kino ist immer ein vielfaches des Produktionsbudgets!


Zeitbedarf

AV-Produktionen verlangen eine frühzeitige Planung. Videoproduktionen haben in der Regel eine kürzere Realisationszeot als Filmproduktionen.

Als Faustregel gilt: pro Drehtag ca. 2 min Endprodukt / pro Tag Schnitt ca. 1 min Endprodukt


Beim Film (Imagefilm 8 min.):

Drehbuch1-2 M.

Vorbereitung der Dreharbeiten1 M.

Dreharbeiten2 W.

Rohschnitt1 M.

Feinschnitt + Vertonung1 M.

Kopierwerksarbeiten1 M.

Serienkopierung1 M.

Totale Produktionszeit6.5-9.5 Monate


Werbespot (auf Film)

Casting, Reko, Vorbereitung3 W.

Dreh + Schnitt1 W.

Vertonung1 W.

Laborarbeiten1 W.

Abnahme,Sendekopien,Kassetten 1 W.

Totale Produktionszeitca. 7 Wochen

Video (Industriefilm 8 min.):

Drehbuch1-2 M.

Vorbereitung der Dreharbeiten1 M.

Aufzeichnung2 W.

Video- und Audiopostproduktion1 M.

Totale Produktionszeitca. 3.5 Monate

Für die Herstellung von DVDs ist zusätzlich etwa ein Monat einzurechnen.


Rechte

Rechte des Auftraggebers an einem AV-Werk:

-Recht auf Veröffentlichung des Werkes

-Recht die Produktion beliebig oft vorzuführen

-Recht die Produktion am Fernsehen zu senden

-Recht beliebig viele Kopien anfertigen zu lassen

-Recht auf weitere Sprachversionen, Änderungen und Ergänzungen


Ohne Rücksprache mit dem Produzenten darf der Auftraggeber das Bild- und Tonmaterial aus einem AV-Werk nicht für andere als die vorgesehenen Zwecke verwerten. (z.B. Leporello mit Standbildern aus dem Werbespot)

Rechte des Produzenten an einem AV-Werk:

-Recht auf beliebige Vervielfältigung

-Recht auf Namensnennung des Produzenten und der wichtigsten Mitarbeiter im Werk

-Recht mit dem Werk an Wettbewerben und Festivals teilzunehmen und das Werk für Eigenwerbung vorzuführen

-Recht auf sämtliche im Auftrag des Auftraggebers entwickelten Werkideen und –konzepten, auch wenn diese nicht ausgeführt wurden


Suisa

Jedes Musikstück, das zur Vertonung in einem AV-Werk verwendet wird, muss der Suisa gemeldet werden. Die Suisa stellt dem Auftraggeber die Benutzungsgebühren in Rechnung und bezahlt dem Komponisten Vorführ- uns Sendegebühren. (Die Anmeldung macht in der Regel der Auftraggeber, nicht der Produzent)


Arten von Industrievideos:

  • Imagevideo: Länge: ca. 6-8min, Inhalt: Vorstellung des Unternehmens, seiner Kultur, seiner Werte, Angebote, ZG: Interessierte, Mitarbeiter, Kunden, Geldgeber etc.
  • Schulungsvideo: Länge ja nach Zielpublikum, Inhalt: Informationen über Produkte, Verhalten etc., ZP: MA, Kunden
  • Informationsvideo: Länge je nach Zielpublikum, Inhalt: (neue) Produkte, Dienstleistungen, sonstige Änderungen, ZP: MA, Kunden
  • Salesvideo: Länge: 3-4min, Inhalt: Produktepräsentation, Werbung für Produkte, DL, ZG: BesucherInnen von Messen, Verkaufsständen
  • POS Video: Länge: 3-4min, Inhalt: Produktepräsentation, auch für mehrere Produkte, wie Werbung, ZG: Interessierte, MessebesucherInnen, KäuferInnen, pot. KundInnen
  • Werbespot (für Fernsehen): Länge: 10sec bis mehrere Minuten, Inhalt: Werbung für Produkt, DL, ZG: Interessierte, KäuferInnen, pot. KundInnen
  • Werbespot (für Kino): Länge: 10sec bis mehrere Minunten (analog Werbespot), Inhalt: Werbung für Produkt, DL, ZG: muss auf Produkt abgestimmt sein, je nach folgendem Film
  • Produktvideo: Produkt wird erklärt (z.B. im Bauhaus)

Glossar im Script enthält zusätzliche Begrifferklärungen

Produktionsplan mit Budgetpositionen

AV-Video

(Angelehnt an den Fall: Erstellen eines professionellen Videos über Jubiläumsfest vom 1. Mai 10)

Preproduction Beschreibung Wer Wann Wieviel
Konzept Ziele, Zielgruppen, Botschaften, Strategie Agentur Dez. 09 5’000
Änderung Konzept Klärung offener Punkte / Rebriefing Agentur 6.1.10
Definitives Konzept Verabschiedung Konzept GL 15.1.10
Offerten einholen Produktionsfirma evaluieren / Regisseur Agentur 16.1.10
Produktionsfirma / Regisseur Briefing Agentur 5.2.10
Treatment Version 1 Regisseur 20.2.10
Korrekturen Treatment Agentur 28.2.10
Treatment Version 2 – Drehversion (inkl. Text) Regisseur 5.3.10 5’000
Abnahme Treatment Drehversion GL 10.3.10
Ppm Darsteller, Locations, Ausstattung, Musik GL/P-Firma

Regisseur

11.3.-20.3.10
Produktionsplanung Darsteller, Locations, Techniker, Drehpläne erstellen, genaue Disposition, Versicherungen einholen P-Firma 15.3.10 30’000
Production Beschreibung Wer Wann Wieviel
Avisierung Der involvierten Personen (Tonmischer, Cutter etc.) P-Firma 1.4.10
Dreharbeiten Produktion Bild (Ev. Computergrafik) und Ton (Originaltonaufnahmen, Ambi etc.) P-Firma April und 1. Mai 2010
Postproduction Beschreibung Wer Wann Wieviel
Rohschnitt P-Firma 14.5.10
Rohschnittabnahme Agentur/GL 20.5.10
Korrekturen Farbkorrektur, Compositing P-Firma 20.5.10
Anpassung an Bild Text überarbeiten, Sprecher Agentur 30.5.10
Vertonung Tonmeister (Erstellen von IT-Band und Abmischung in der/den gewünschten Sprache/n) P-Firma 1.6.10 5’000
Endabnahme Bild und Ton Agentur/GL 15.6.10
Produktion von DVD Prototyp Abnahme Agentur 12.6.10
Kopien erstellen Ca. 500 Ex. P-Firma 18.6.10 2’000
Reserve P-Firma 27.6.10
Vernissage Event mit Mitarbeitern, Vorführung Video mit Imbiss, Verteilung an Mitarbeitende Agentur 1.7.10 6’000
Nachbearbeitung
Debriefing Agentur/GL
Budget und Rechnungskonrolle Agentur Total 53'000.—

106.--/Ex.

Produktionszeit mind. 4 Monate!