Organisation

Aus wiki.mosermike.ch
Version vom 17. Dezember 2014, 09:22 Uhr von imported>Ursula
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Wichtigste im Überblick

Generelles

  • Die Organisation hat keinen Wert in sich. Sie ist dann gut, wenn sie mithilft, die Unternehmensziele und die Ziele der Mitarbeiter zu erreichen.
  • Grundsätzlich gilt: Soviel Organisation wie nötig, so wenig wie möglich!
  • Organisieren: Im Voraus bestimmen, wer was mit wem (wann) tun soll, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen
  • Organisations-Ziele: Effektivität (Wirksamkeit), Effizienz (Wirtschaftlichkeit), Flexibilität, motivierte Mitarbeiter, Stabilität
  • Die Organisation beinhaltet immer Personen, Aufgaben und Stellen
  • Es wird unterschieden zwischen organisatorischen Problem (Organisation) und persönlichen Problemen (Führung). Bei den Fallstudien ist immer darauf hinzuweisen, um was für ein Problem es sich handelt
  • Eine weitere grundsätzliche Betrachtung geht über Stellenbesetzung ad rem (der Sache dienlich) oder ad personam (Stelle schaffen um Person unterzubringen). Letzteres ist zu vermeiden.
  • Grundsatz: Eine Organisation kann nur heute gut und richtig sein. Ab Morgen beginnt sie bereits zu veralten und muss deshalb häufig den aktuellen Situationen am Markt angepasst werden. Daher reorganisieren wir öfter und in kleinen Schritten, um den Markt im Griff zu haben und Effizienz und Effektivität problemlos zu erreichen. Die Stäbe nehmen gerne zu und müssen bei einer Reorganisation stets sehr genau überprüft werden, ob sie noch benötigt werden.
  • Eine wichtige Voraussetzung für effiziente Stellen ist die optimale Verteilung von Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung (AKV)
  • Eine Gruppe beinhaltet immer mind. 3 Personen. Sie kann formell (geplant, offiziell) oder informell (spontan entschieden, inoffiziell) entstehen
  • Normalerweise sind in einer Kontrollspanne 5-8 Personen. Nur wenn Mitarbeiter vorwiegend gleichartige und nicht komplexe Tätigkeiten ausführen (z.B. Fliessband) kann sich diese erhöhen.
  • Bereiche und Abteilungen werden unterschieden. Bereiche: z.B. Strassenverkehr / Abteilungen: Führerausweise / Bussen etc. Die Kommunikation muss stets über den Dienstweg erfolgen.

Aufbau- und Ablauforganisation


Organisationsformen:

Die Ausrichtung muss so gewählt werden, wie der Markt gelagert ist. Sie muss der Marktnähe dienlich sein und die "Time to market" verkürzen. Es ist jedoch nicht so, dass die ganze Unternehmung die gleiche Ausrichtung haben muss.

Aufbauorganisation

Regeln:

  • Alle Kästchen sind gleich gross und haben die gleiche rechteckige Form
  • Es gibt nur durchgezogene oder gestrichelte Verbindungslinien
  • Die Anzahl Mitarbeiter in einem Bereich oder einer Abteilung wird mit (X) angegeben
  • Lean Managemenet (schlankes Management): Nie mehr als 4 Hierarchiestufen in einem Organigramm. Die Führungs- und Kontrollspanne muss stets gut ausgenutzt werden. --> Einfache und kurze Kommunikationswege (mit "unseresgleichen" kann besser kommuniziert werden, keine gesellschaftlichen Barrieren)

Eindimensionale Organisationsformen

Linienorganisation

Verbreitung: KMUs, einfach strukturierte und vollzugsorientierte Firmen, patriarchalisch/autoritär geführte Unternehmen
Vorteile: einfach, straff, klar, wenig Bürokratie, wenig Doppelspurigkeiten
Nachteile: Oft Überlastung der Führung, Schwerfälligkeit bei grösseren Unternehmungen, für neuerungsintensive Unternehmen weniger geeignet, da wenig Initiative von unten sowie unklare Verantwortlichkeiten bei einmaligen/neuen Aufgaben

  • Mehrliniensystem: Funktionale Verbindungen schliessen Abteilungen oder Bereiche kurz. Zu der hierarchischen Unterstellung kommt nun die fachliche. Vorteile: Die Dienstwege sind verkürzt, Zeit kann eingespart werden, die Mitarbeiter sind motivierter, Fachleute reden miteinander ohne "Filterstation". Problemherd: Koordination, Kommunikationskonflikte infolge Mehrfachuntertestellung, keine klare Kompetenzverteilung, schwierige Fehlerzuweisung. --> immer nur die allerwichtigsten funktionalen Verbindung mit ---auftragen, damit nicht zu viel Chaos


  • Einliniensystem: Gleiche Darstellung wie oben, ohne funktionale Verbindungen. Jeder Mitarbeiter hat nur einen Vorgesetzten. Vorteile: einfache und klare Kommunikation, wenig Konflikte. Nachteile: Abteilungsdenken, schlechte horizontale Kommunikation und Koordination
Stab-Linien-Organisation

Verbreitung: Häufigste Organsiationsform, meist als Mischform (begrenzte Anweisungsbefugnisse) in mittleren bis grösseren Unternehmen.

Vorteile: Linienchenfs werden entlastet, bessere Entscheidungen durch Einsatz von Spezialisten
Nachteile: Konflikte "Theoretiker - Praktiker" möglich, Einseitigkeit, Weisungskompetenzen oft unklar, Gefahr des "Wucherns" von Stäben = Inneffizienz


Linien sind weisungsbefugt! Sie tragen direkt zur Wertschöpfung bei (z.B. Verkauf, Produktion)
Stäbe haben keine Weisungsbefugnis. Sie tragen nicht zur Wertschöpfung bei (z.B. Buchhaltung, Sekretariat) --> Stäbe müssen nicht zwingend ersichtlich sein

Profit-/Cost-Center-Organisation

Profit Center sind in der Regel funktional organisierte Abteilungen. Die Einheiten sind führungsmässig selbstständig, der Erfolg wird ermittelt. Daher werden intern die Leistungen von zentralen Funktionen (z.B. EDV) verrechnet.
Vorteile: Klare Zuordnung der Erfolgsverantwortung, besseres Erfolgs- und Kostendenken, früheres Erkennen von unrentablen Bereichen und Produkten, mehr "marktgerechtes" Verhalten der zentralen Funktionen
Nachteile: übertriebenes "Abteilungsdenken" zum Nachteil der Gesamtunternehmung, Probleme bei der Leistungs- und Kostenabrechnung, Vernachlässigung der nicht erfolgswirksamen Aufgaben



Projektorganisation