Marketingkommunikation

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Zusammenfassung Marketingkommunikation


Definition

Marketingkommunikation ist die Übermittlung von Botschaften durch Anbieter (Kommunikatoren) an potentielle Abnehmer/Verbraucher/Konsumenten (Kommunikanten) zum Zweck der Steuerung von Meinungen, Einstellungen, Erwartungen und Verhaltensweisen entsprechend vorgegebener Marketingziele im Rahmen des Marketingkonzeptes. Es geht demnach um die Transformation des Marketingkonzeptes in den Markt zur gezielten Beeinflussung der Marktsubjekte.

Kommunikation wird allgemein als „Austausch von Nachrichten und Informationen“ definiert. Marketing hat zum Ziel, Bedürfnisse zu wecken und diese optimal zu befriedigen.

Um die Einstellung, Meinung und Handlung der Konsumenten zu beeinflussen werden die Kommunikationsinstrumente Werbung und Verkaufsförderung eingesetzt.

Marketinginstrumente

Product Price Place Promotion
Sortiment

Verpackung

Marke/Name

Produktnutzen

Preis

Konditionen

Rabatte

Kredite

Distribution (Vertrieb)

Logistik

Standort

Werbung

Verkaufsförderung

Verkauf

PPR

Push-/Pull Relation


Pull (Nachfragesog)Push (Angebotsdruck)

(Sog=Werbung) „chüderlä“



Integrierte Kommunikation

Sämtliche Mittel der internen und externen Kommunikation sollen einheitlich eingesetzt werden, um Synergien nutzen zu können.


Gerade im heutigen Zeitalter des „information overload“, wird es immer wichtiger, dass Unternehmen und ihre Produkte einheitlich auftreten.

Integrierte Kommunikation ist ein Prozess der Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle, der darauf ausgerichtet ist, aus den differenzierten Quellen der internen und externen Kommunikation von Unternehmen eine Einheit herzustellen, um für die Zielgruppen konsistentes Erscheinungsbild (CD) über das Unternehmen zu vermitteln.


Werbung

Zielgerichtete und bewusst gestaltete Marketingkommunikation über eine räumliche Distanz, die der Verbesserung der Kaufsituation dient.


Aufgaben der Werbung:

-BekanntmachungProdukt, Marke, Firma, Vorteile…

-Erhöhung des BekanntheitsgradesProdukt, Marke, Firma, Vorteile…

-Marktausweitungneue Abnehmergruppen, neue Märkte

-Intensivierung der KauffrequenzMehrverbrauch durch Mehrnutzen

-Nivellierung von AbsatzschwankungenZwischensaison

-Neutralisierung von Konkurrenzmassnahmenbekämpfen durch übertrumpfen

-Imageaufbau und –veränderungschaffen von Persönlichkeit

-Abbau von HemmfaktorenPreis, Prestige

-DistributionsaufbauBeeinflussung Zwischenhandel


Werbekonzept

  1. Situationsanalyse (Wo stehen wir?)

(Infos über Firma, Produkt, Markt, Konkurrenz, Konsumenten)

  1. Werbeziele (Wohin gehen wir?)

Zielhierarchie: Unternehmensziele  Marketingziele  Kommunikationsziele  Werbeziele (Alle Ziele müssen aufeinander abgesimmt sein) Unterscheidung zwischen quantitativen und qualitativen Zielen

  1. Werbestrategie (Wie?)
  2. Werbeplattform (detailliere Formulierung der Werbestrategie) (7 W)

Werbezielgruppe (Wem? Zielgruppe) (Wo? Zeitraum-/ Ort)

Copy-Platform  Kreativ-Strategie (Was? Botschaft) (Wie? Tonalität, Stil)

Mediaplattform (Womit? Werbeträger/ -mittel*) (Wann? Zeitpunkt/ -ort) (Wieviel? Budget**)


*Breitenstrategie oder Tiefenstrategie?

Die Breitenstrategie wird bei nicht erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen (z.B. Konsumgüter) angewendet. Hier geht es darum, eine möglichst hohe Reichweite innerhalb der definierten Zielgruppe zu erzielen, also möglichst rasch viele Zielpersonen zu erreichen.

Die Tiefenstrategie wird bei erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen angewendet. Hier wollen wir innerhalb der definierten Zielgruppe möglichst viele Kontakte schaffen, also die Zielgruppe so oft wie möglich mit der Werbebotschaft konfrontieren.


* Intermediavergleich: Vergleich der verschiedenen Medien untereinander (z.B. TV mit Tageszeitung)

Intramediavergleich: Vergleich innerhalb einer Media-Gattung (z.B. „Der Beobachter“ mit der „Schweizer Illustrierten“


**Werbebudget:

Planung 15%

Kreation5%

Produktion10%

Media (Streubudget)70%


  1. Kontrolle

Überprüfung ob Ziele erreicht worden sind

(Gestützter Bekanntheitsgrad  z.B. kennst du Coca Cola

Ungestützter Bekanntheitsgrad  z.B. welche Süssgetränke kennst du?)


Werbemöglichkeiten:

-Zeitschriften (Breitenmedium für differenzierte Zielgruppen. Imageorientiert und kontaktintensiv. Hohe Aufnahmebereitschaft, weil bewusst Nutzung in Freizeitsituation. Geeignet für vertiefte und komplexere Botschaften. Kosten für ganzseitige Inserate s/w: Fr. 10'000.--, 4-farbig Fr. 15'000.—bis Fr. 20'000.—für reichweitenstarke Titel.)

-Zeitungen (Alltagsmedium mit hohem Informationsgehalt. Starke Leser-Blatt-Bindung mit grosser Glaubwürdigkeit. Schwerpunkte bei der Bevölkerung ab 25 Jahren. Geeignet für aktuelle Angebote, rasch zu vermittelnde Botschaften, regionale und händlerorientierte Kampagnen und textintensive Werbung. Basismedium vor allem im Lokal- und Regionalbereich. Kosten für ganzseitige Inserate s/w: Fr. 6'000.—bis Fr. 15'000.--, 4-farbig Fr. 10’000.—bis Fr. 20’000.—Tarife für mittlere und grosse Tageszeitungen. Belegungsmöglichkeiten: Schwarz-weiss-Inserat, Farbinserat, Panorama-Inserate (verlaufen ohne Unterbruch über die Zeitungsmitte), Anzeigen-Strasse (mehrere Inserate auf sich folgenden Seiten), Beilagen, Beikleber, Beihefter….)

-TV (Audiovisuelles Gesamterlebnis. Dank Flexibilität bei den gewünschten Sportausstrahlzeiten vermehrte Zielgruppen Ansprache möglich. Wachsendes Overlapping und verstärkte Nutzung ausländischer Sender. Tendenziell höhere Reichweite bei älteren Personen und den unteren Einkommensschichten. Hohe Ablenkungsgefahr. Geeignet für raschen Bekanntheitsaufbau und Demonstration, emotionale und argumentierende Werbung. Basismedium für Breitenstrategie. Durchschnittskosten während den Hauptsendezeiten: ca. Fr. 13'000.—bis Fr. 27'000.—für 30 Sek.)

-Aussenwerbung (Plakate) (Breit wirkendes Passanten-Werbe-Medium. Allgegenwärtige Präsenz. Vermittlung von Kurzinformationen. Erreicht alle Bevölkerungsschichten. Werden von Passanten oftmals nur flüchtig aufgenommen. Geeignet für Produkt- und Namenaktualisierung. Meist Ergänzungsmedium. Kosten: Aushang „Strassen B4“ ca. Fr. 20.—pro Plakat und 14 Tage. Weitere Formen der Aussenwerbung: Bandenwerbung, Fahnen, Skipisten/Markierung, Bemalungen….)

-Kinowerbung (Unterhaltungsmedium für junge Zielgruppen. Hohe Faszination der Leinwand. Identifikationsmöglichkeit. Grosse und gespannte Aufmerksamkeit. Wenig Störfaktoren. Gelöste und aufnahmebereite Stimmung- auch der Werbung gegenüber. Geeignet für Stimmungs- und Imagewerbung als Ergänzungsmedium. Dia: geeignet für lokale/regionale Werbung. Kosten: 30-Sek-Spot pro Woche gesamte Schweiz Fr. 64'000.—oder Fr. 157.—pro Kino. Glas- und Filmdias ca. Fr. 110'000.—pro Monat.)

-Lokalradio (Oft oberflächliche Nutzung bei gleichzeitig anderen Tätigkeiten. Deshalb viele Einschaltungen notwendig. Geeignet für aktuelle Angebote. Bekanntmachungen und schnell wirkende Appelle. Meist Zusatzmedium im lokalen und regionalen Bereich. (Wenn Lokalradio national eingesetzt wird, wird es teuer) 30 Sek. Kosten zwischen Fr. 300.—und Fr. 900.---. Teilweise teurere Sekundepreise während primetime. Nur Lokalradios, im DRS nur Sponsoring von Sendungen möglich.)

-Teletext (Täglich rund um die Uhr kostenlos abrufbar. Erreicht alle Bevölkerungsschichten. Grosses Aufnahmeinteresse und Konzentration durch bewusste Anwahl der Themen bzw. Seiten. Geeignet für aktuelle Angebote und Textbotschaften. Ergänzungsmedium für publikums- und händlerorientierte Kampagnen. Synergien mit Werbefernsehen (=Emotion) / Teletext (=Information). Kosten: Zeilenwerbung Fr. 200.—(2 Zeilen) bis Fr. 320.—(4 Zeilen), Basisseite Fr. 780.—pro Tag

-Internet (Kontrollmöglichkeit von Nutzung und Wirkung. Stark wachsend. Permanente Verfügbarkeit. Zunehmende Akzeptanz als Einkaufsmedium. Geeignet für erklärungsbedürftige Produkte, Business-to-Business-Berichte und direktmarketingähnliche Angebotsformen (Kataloge) mit Direktverkauf. Ergänzungsmedium mit Zeitgeist-Image. Kosten: Eigene Homepage von kostenlos bis Fr. 2'000.--, Sponsoring bis Fr. 1000.—pro Woche.

-Sponsoring (finanzielle Unterstützung von kulturellen, sportlichen, wissenschaftlichen oder ökologischen Projekten. Ziel des Sponsoring ist Imagewerbung und Bekanntheitsgradsteigerung.)

-Licensing (z.B. Comic-Figur „Tarzan“ im Fernsehspot für „Wick“-Hustenbonbons. Der Erfinder der Comic-Figur verdient so noch heute gutes Geld mit der Vergabe der Lizenz. Der Erfolg sämtlicher Licensing-Massnahmen hängt (wie immer in der Werbung) davon ab, dass die richtige Zielgruppe angesprochen wird.)


Weitere Werbemöglichkeiten:

-SMS

-Product Placement (z.B. Rivella in Lüthi und Blanc)

-Corporate Identity (z.B. Post  alles gelb)

-Direct Mail


Beanstandungen bei irreführenden und unlauteren Kommunikationsmassnahmen werden bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission platziert.


Bei Zeitungen und Zeitschriften überwacht die die „Schweizerische Kommission für Public Relations und Werbung“ die strenge Trennung des Inseratenteils vom redaktionellen Teil.


Fachleute in einer klassischen Werbeagentur:

-Art Director

-Fotograf

-Mediaberater

-Kommunikationsplaner

-Werbeberater

-Texter


Verkaufsförderung

Die Verkaufsförderung hat im Rahmen des Marketings den Zweck, den Kaufentscheid zugunsten des eigenen Angebots auf allen Stufen zu beeinflussen/zu stimmulieren. Sie übernimmt dabei die Funktion, alle am Absatzprozess beteiligten Zielgruppen zu informieren, zu unterstützen und zu motivieren (eigene Mitarbeiter, Gross- und Detailhandel, Verbraucher bzw. Konsumenten usw.) Insbesondere fördert sie den Absatz am Verkaufspunkt (POS). Sie wirkt „hautnah“ und ermöglicht den direkten Kontakt zur Zielgruppe. Dabei erfüllt sie primär kurzfristige, eher messbare Ziele.


Die VF ist ein Kommunikationsinstrument im Marketinginstrumentarium (4 P’s). Alle Kommunikationsinstrumente sollen aufgrund ihres Zweckes und ihrer Funktion einen Beitrag zum Erreichen der übergeordneten Marketingziele leisten.


Abgrenzung Werbung / VF

-Die Verkaufsförderung wird im Gegensatz zur Werbung direkt am POS eingesetzt.

-Die VF wirkt kurzfristig (taktisch) und gibt direkte Impulse, hingegen die Werbung wirkt mittel- bis langfristig (operativ) und gibt indirekte Impulse.


Primäre Ziele der VF:

-Kundenbindung (Wiederholungskäufer)

-Erhöhung der Kauffrequenz

-Kaufbereitschaft fördern

-Warenabfluss beschleunigen

-kurzfristige Absatz-, Umsatz- und Gewinnsteigerung


Gefahren der VF:

-führen zum Verlust des aufgebauten Images

-bringen Kunden und Konsumenten dazu, immer auf das Günstigste zu warten


Das VF-Konzept

VF-Timeing

Wann?VF-Zielgruppen

rot = VF-Strategie („Weg zum Ziel“)


Erläuterung einiger Teilschritte:

Situationsanalyse

Als Grundlage dient die Marketingsituationsanalyse.

SWOT Analyse mit den Möglichkeiten und Grenzen der Verkaufsförderung

-welchen Beitrag leisten zum Erreichen der Marketingziele?

-welche Probleme lösen oder Risiken minimieren?


VF-Ziele

Die VF-Ziele sind den Marketingzielen untergeordnet und mit den Werbe-, Verkaufs-, und PPR-Zielen zu koordinieren.

Die Ziele sind pro Zielgruppe und inhaltlich sowohl qualitativ als auch quantitativ zu formulieren.


Verkaufsförderungszielgruppen

-Staff

-Handel

-Käufer (gleiche Zielgruppe wie im Marketing und Werbekozept)

-Externe Beeinflusser


Tonalität (Wie?)

Die Tonalität beantwortet im Verkaufsförderungskonzept die Frage nach dem Stil des Approaches. Sie muss mit dem Stil der Werbung homogen sein. Mit der Tonalität kann dazu beigetragen werden, dass die psychologische Feinpositionierung umgesetzt wird. Unter Umständen kann die Tonalität gegenüber den einzelnen Verkaufsförderungszielgruppen ändern.


Verkaufsförderungsmassnahmen (Was? Und Womit?)

Der Erfolg der Verkaufsförderungsmassnahmen erhöht sich unmittelbar, wenn diese mittels der klassischen Werbung den Zielgruppen bekannt gemacht werden. (Durch TV-Spots, Radio-Spots etc.)


z.B.

-Verteilung von Give-aways

-Einsetzen von Rabattgutscheinen und Coupons

-Gewinnspiele

-Preis und Sonderaktionen

-Einsatz von Selfliquidator (eine Zusatzleistung oder ein –angebot, welches zu Selbstkosten verkauft wird z.B. Shampoo-Müsterli an Duschgel)

Etc.


VF-Timing

Das Budget erlaubt in den wenigsten Fällen grosse Aktivitäten verteilt über das ganze Jahr. Die VF wird deshalb im Sinne der Konzentration der Kräfte schwerpunktmässig eingesetzt. (Z.B. eine bis zwei Wellen pro Jahr)

Beim Produktlebenszyklus sollte die VF am stärksten in den Phasen „Einführung“ und „Sättigung“ eingesetzt werden.


Marchendising

Massnahmen zur bestmöglichen Warenpräsentation am Verkaufspunkt


Marchendising gibt Antwort auf folgende Fragen:

Sind die Produkte am POS richtig präsentiert? An der richtigen Stelle? In der richtigen Anzahl? In der richtigen Umgebung? Entspricht das Sortiment dem Handelskanal? Werden die gewünschten Zielgruppen mit dem Sortiment erreicht?


Ziele:

Aktualisierung der MarkeErhöhung Kundefrequenz

Förderung Spontan-/ImpulskäufeAnregung Kundenzirkulation im Laden

Förderung Test-/ErstkaufErleichterung Übersicht

Steigerung MarkentreueErhöhung der Aufenthaltsdauer im Laden

Steigerung durchschnittl. EinkaufssummeProvozierung von Warenkontakten

Verlängerung der Präsenz am POSPositive Gefühle wecken

Kaufanreize schaffenKaufideen vermitteln

Optimierung WarenpräsentationEinkaufserlebnis schaffen

Durchziehen des USPJeder Artikel „im richtigen Licht“

Unterstützung der klassischen WerbungUmsatz auslösen

MarkenerinnerungBruttorendite / Deckungsbeiträge steigern!

Etc.


Um im Verkauf Erfolg zu haben, muss das gesamte Verkaufsumfeld geplant und zu einem erlebbaren Ladenverkaufskonzept gestaltet werden.


Directmarketing

Das Directmarketing ist ein “Instrumentenbündel“, das einem Unternehmen ermöglicht, seine Marketingaktivitäten in der direkten Ansprache der Zielgruppen mit geringen Streuverlusten umzusetzen.


Ziel: Direct Marketing will Reaktionen, wie Bestellungen und Aktivitäten, auslösen.


Wesentlich für das Directmarketing:


-Interaktivität

-Datenbasis

-Akzeptanz der Partner

-Infrastruktur

-Ligistik


Schwerpunktentscheidungen

Zielgruppen / Wissenstand der betreffenden Zielgruppen / Ableitung der Wissens- und Informationsdefizite / Bestimmung des Informationsinhaltes / Bestimmung der Übertragungsrhytmen / Bestimmung der Medien / Entscheidungen bezüglich der Ausführungen


Medien für das Directmarketing:

Briefe / Prospekte / Offerten / Aufkleber / Modelle / Muster / File / E-Mail etc.


Die Phasen im Directmarketing:

Kunden & Partnersuche  Kunden & Partnerpflege  „Gate-Opener“ (Türöffner)  Verkaufsprozess  After-Sales-Kommunikation  Kundendienste


Die Loyalitätsleiter:

Keine Kenntnisse über Produkte  Kenntnisse über Produkte  Produktinteresse  Kaufinteresse  Erstkauf  Folgekauf  Mehrfachkauf  Stammkunde


Directmarketingkonzept

Situationsanalyse (Als Grundlage dient die klassische Marketingsituationsanalyse)

Directmarketingziele

Directmarketingplattform (Analog der Werbeplatform: Wem / Wo / Was / Wie / Wann / Womit / Wieviel?

Directmarketinbudget (Kosten für Kreation / Produktion / Streuung / Infrastruktur / Agentur / Reserven)

Directmarketingkontrolle


Messen & Austellungen

An einer Messe geht es vor allem darum, Kontakte zu schaffen. So können u.a. neue Produkte einer breiten Interessengruppe vorgestellt werden (z.B. an einer Publikumsmesse). Oder je nach Fachmesse kann eine spezifische Zielgruppe angesprochen werden.


Mögliche Ziele:

-Kontaktaufnahme mit potentiellen Kunden

-Akquisition neuer Kunden

-Kundenpflege

-Umsatzsteigerung

-Gewinnung von Marktanteilen

-Steigerung des Bekanntheitsgrades (gestützt / ungestützt)

-Konkurrenzbeobachtung

-PR, Image


Messekonzept

  1. Analyse über Teilnahme an Messe mit Messebeurteilung

(Zielgruppe, Frequenzen, Kosten, Mitbewerber, Positionierung, Infrastruktur…)

  1. Entscheidung über Messeteilnahme ja/nein
  2. Zielsetzungen

(Kontaktziele, Umsatzziele, Imageziele)

  1. Zielgruppen

(neue / bishherige)

  1. Produktselektion

(ein Produkt / ganzes Sortiment / Auswahl)

  1. Aktivitäten vor-während-nach der Messe
  2. Messeinfrastruktur

(Stand / Standort / Standgrösse / Personal)

  1. Budget

(Standbau / Fläche / Transport / Verpflegung / Unterkunft / Gehälter / Spesen / Einladungen / Degustationen / Messerabatte etc.)

  1. Kontrolle

(Zielabweichungen – Konsequenzen)


Eventmarketing (oder Ereignismarketing)

Erlebnis- oder Eventmarketing ist eine produkte- oder firmenspezifische Inszenierung von Ereignissen und Erlebnissen, mit dem Ziel, das Thema zu emotionalisieren um so Kommunikationsziele wie Bekanntheit, Wissen, Image und Verhalten zu erreichen.


Handlungsfeld Event

Fokussierung und Kultivierung der Inhalte


Emotinalisierung


MedialisierungUnternehmen

Vermittlung von Unternehmenswerten


Eventmarketing: Image und MarkeErlebnisgesellschaft

Erlebnisorientierung als Ausdruck individueller Glückssuche


Symbole und Zeichen einer ästhetischen Ökonomie


Wandel der öffentlichen Ansprüche an Unternehmen und Produkte


Nachhaltigkeit als Erlebnis

Wechselseitiger Konstitutionsprozess einer Eventkultur


Seit Beginn der Medialisierung (Prozess des Übergangs von Formen direkter Kommunikation in Formen indirekter Kommunikation) ist eine zunehmende Erlebnisorientierung festzustellen. Das treibende Element der Erlebnisgesellschaft ist die individuelle Suche nach Glück.


Eventmarketing kann sämtliche klassischen Kommunikationsinstrumente wie PR, Werbung, VF und Verkauf integrieren.

Eventmarketing ist, konsequent ausgeführt, als eigenständiges Kommunikationsinstrument zu betrachten.


Arten von Events:

Sportevents (Meisterschaften, Olympiaden, Turniere….)

Kulturelle Events (Konzerte, Kunstaustellung, Feste..)

Soziale Events (nat./internat. Tage, Sammelaktionen)

Wirtschaftliche Events (Ausstellungen, Kongresse, Jubiläen..)

Gesellschaftspolitische Events (Ausstellungen (Expo), Paraden, Wahlen..

Natürliche Events (Naturereignisse wie Sonnenaufgänge, Eishöhlen etc.)

Virtuelle Events (künstliche Events wie Fussballübertragung)

Internetevents (Live-Ereignis im Internet)


Unterscheidung: Corporate Events (geschlossene Gesellschaft) und Public Events (öffentlicher Anlass)


Vorteile Corporate Event:

-Möglichkeit des Transfers von komplexen Botschaften

-Zielgruppe ist unter sich

-Event-Story eng and das Produkt gebunden

-unbegrenzte Branding-Möglichkeiten


Vorteile Public Event

-Kostensplitt mit anderen Firmen und Veranstaltern

-interessante Kontakte ausserhalb des eigenen Kundenstamms

-geringerer Zeitaufwand und Kosten

-vergleichsweise risikolos


Bedeutung der Erlebniskommunikation:

-Situation der gesättigten Märkte

-Kommunikations-Überflutung (Media-Gap, information overload)

-Steigerung des „Kommunikationsdrucks“ mit klassischer Werbung kann kontraproduktiv sein

-Event kann Ausweg sein

-Event verleiht der Unternehmung/Marke die Aura des Aussergewöhnlichen. Der Teilnehmer hat das Gefühl, etwas Einzigartiges zu erleben, was er für Geld nicht kaufen kann. Dies bindet ihn an die Unternehmung.

-Durch die Ereignisse wird der Erinnerungsefekt erhöht


Nachteile Eventmarketing :

-Erfolgskontrolle ist schwierig

-relativ grosser Aufwand

-Schwierigkeit, gute Events zu wiederholen oder sogar zu übertrumpfen

-Unsicherheitsfaktoren bei der Durchführung

-Durch die derzeitige Event-Dichte wird es zunehmend schwerer, die Leute an einen Anlass zu locken


Erfolgsfaktoren:

Strategische Planunginhaltliche Konzeption analytisch fundiert, zielgruppenfokussiert, zeitlicher Vorlauf konform mit Firmen-Image, Kommunikationsstrategie

Ideeinnovativ, kreativ, eigenständig, Originalität, emotionale Vermittlung der Kommunikationsstrategie, Differenzierung gegenüber Wettbewerb

InszenierungSchaffung einer zielgruppenadäquaten Erlebniswelt, spannende und dramaturgische Gestaltung, persönliche Ergriffenheit provozieren, direkte Ansprache, soziale Interaktion


AktivierungMiteinbezug der Eventteilnehmer, Förderung von Kundendialog und Kundenbindung

Handlinginterdisziplinäre Aufgabe (mehrere Dienstleister!), interne und externe Lösung (ev. Kombination), professionelles Vorgehen in Planung und Durchführung

NachbearbeitungErfolgskontrolle, Nachwirkung in der Zielgruppe, ausnützen des Kommunikationspotentials


Planungsablauf

1. Eventmarketingkonzept / 2. Einholen von Bewilligungen / 3. Reservation der Infrastruktur / 4. Einladungen verschicken, Nachfassen / 5. Drehbuch / 6. Durchführung des Events / 7. Gäste und VIP-Betreuung / 8. Eventmarketing-Controlling


Abgrenzug zu verwandten Themen

  • Incentives sind Anreize, Motivationsinstrumente oder Belohnungen in Form von Geschenken oder Veranstaltungen für Mitarbeiter, Kunden, Kapitalgeber oder andere Zielgruppen. Unterscheidung zu Eventmarketing: Bei Incentives stehen Anreize, Motivation, Belohnung und Kundenbindung im Vordergrund, bei Eventmarketing das eigene Unternehmen oder eigene Produkte
  • Sponsoring ist ein Kommunikationsinstrument, bei welchem ein Sponsor einem Gesponserten Geld, Sachmittel oder Dienstleistungen zur Verfügung stellt, um im Gegenzug kommunikative Ziele wie Bekanntheit, Wissen, Image und Verhalten zu erreichen. Sponsoring beschränkt sich im Zusammenhang mit Events eher auf eine passive Beteiligung, während Eventmarketing immer aktiv Events kreiert oder zumindest mitgestaltet.
  • Productplacement ist das gezielte Platzieren von Produkten in Filmen, Sendungen, Sportveranstaltungen etc. Z.B. Bond fährt BMW. Unterscheidung zu Eventmarketing: Beim Productplacement steht das Produkt im Hintergrund, während beim Eventmarketing das Produkt in den Vordergrund gerückt wird.
  • Bei Messebeteiligung und Promotion ist die Unterscheidung schwierig: auf Messen oder während Promotion finden oft Firmen- oder Produkteinszenierungen statt, was der Definition von Eventmarketing entspricht. Daher gehören sie in vielen Fällen zum Eventmarketing. Faustregel: Wenn eine Messebeteiligung oder Promotion mit spezieller Firmen oder Produkteinszenierung in Form von Ereignissen/Erlebnissen wie spezielle Präsentationen etc. stattfindet, ist es Eventmarketing, anderenfalls nicht.